Geschichte und Einsatz

Bei diesem Fahrzeug handelt es sich um einen elektrischen Rangiertraktor, der von den SBB und einigen Privatbahnen zwischen 1941 und 1952 beschafft wurde. Insgesamt wurden 25 Fahrzeuge hergestellt. Bei den Privatbahnen wurde der Schienentraktor auch als Kleinlokomotive Ce 2/2 bezeichnet. Teilweise wurden die Fahrzeuge für die Beförderung von kurzen Reisezügen auch mit Luftbremse und Sicherheitssteuerung ausgerüstet. Die Fahrzeuge der SBB wurden erst zu einem späteren Zeitpunkt bei fälligen Revisionen mit der Luftbremse nachgerüstet. Die ersten SBB Te III trugen bei der Auslieferung die Nummern 101-106. Ab 1942 trugen die Traktoren die Nummern 121-126. Die zweite Serie wurde von Anfang an mit den Nummern 127-136 versehen. Das zweiachsige Fahrzeug der SBB Leistungsklasse III besitzt zwei durch Kuppelstangen verbundene Radsätze, welche von einem Tatzlagermotor angetrieben werden. Zusätzlich wurden die Fahrzeuge für das Vorheizen von Reisezugwagen mit der Zugheizung versehen. Ursprünglich wurden die Fahrzeuge der SBB in „tannengrüner“ Farbe mit „mittelgrauem“ Fahrgestell ausgeliefert. Bei den fälligen Revisionen wurden einige Traktoren in das neu für Traktoren gültige Farbschema „Ziegelrot“ umlackiert. Eine weitere Farbvariante war die Version in „Oxydrot“, bevor einige Fahrzeuge in den achtziger Jahren in das SBB „Verkehrsrot“ umlackiert wurden.

Der Te III 130 wurde 1947 durch die Firmen SLM Winterthur (mechanischer Teil) und SAAS Genève (elektrischer Teil) erbaut und an die SBB abgeliefert. Später wurde das Fahrzeug mit der Luftbremse nachgerüstet. Weiter wurden die Anstriche bei den Revisionen ersetzt, wobei der Te III 130 bei der SBB am Schluss den verkehrsroten Anstrich trug. Auch die Beleuchtung wurde bei den Revisionen angepasst und der Traktor mit neuen BAG-Leuchten ausgerüstet. Stationiert war das Fahrzeug auf verschiedenen Bahnhöfen. Am Schluss war er in Aarberg beheimatet. Von dort aus nahm er nach seiner Ausrangierung die Reise nach Deutschland unter die Räder. Der Verlag Eisenbahn Kurier verhinderte so, dass auch der letzte Te III der SBB abgebrochen wurde. Leider erlitt der Traktor auf der Überfuhr einen schweren Lagerschaden. Den Umzug der Fahrzeugsammlung ins Ruhrgebiet konnte der Te III daher nicht mehr mitmachen.

Einsatz des Te III 130 beim DSF

Wieder einmal galt es ,den letzten Vertreter seiner Baureihe zu retten. Der DSF übernahm daher das Fahrzeug und zwischen Weihnachten und Neujahr 2008/09 wurde der Te III nach Koblenz gebracht. Im Jahr 2010 wurde der Te III 130 auf Diplory nach Samstagern gebracht, wo in der SOB-Werkstatt der Lagerschaden behoben wurde. 2013 begann dann die optische Aufarbeitung mit Neuanstrich und Einbau der Zugsicherung und Sicherheitssteuerung. Der Schienentraktor wurde dabei im gefälligen „Ziegelrot“ mit Maschinen-grauem Untergestell lackiert. Es wurde aber auch auf Details wie die ursprünglichen Lampen oder Aufstiegstritte aus Eichenholz geachtet.

Wegen seiner geringen Höchstgeschwindigkeit eignet sich der Schienentraktor nicht für grosse Ausfahrten. Ein Einsatz vor einem Fotogüterzug oder ähnlichem ist aber sicher nicht ausgeschlossen.

 

   

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