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15. August 2015

In der Nacht auf den 16. August 2015 nahm die SBB auf der Gotthard-Zufahrtstrecke zwischen Brunnen und Rynächt die Zugsicherung ETCS Level 2 in Betrieb. Diese Zugsicherung, welche ohne Aussensignale auskommt (Führerstandsignalisierung) setzt eine besondere Ausrüstungen am bei einem Zug führenden Fahrzeug voraus. Eine solche Ausrüstung ist teuer - erst recht bei historischen Fahrzeugen, wo meist eine Einzelzulassung nötig ist. So liegt es auf der Hand, dass bislang keine historischen Fahrzeuge (Loks, Trieb- oder Steuerwagen) für ETCS Level 2 ausgerüstet sind. Der DSF bildet hier natürlich keine Ausnahme, zumal der kleine Verein solche Auslagen nicht stemmen kann.

Bevor die weltberühmte Gotthardstrecke "abgeschottet" wird, wollte der DSF diese nochmals befahren. Das Datum stand schnell fest; Es sollte der 15. August 2015 sein - also der letzte Tag vor der Umstellung.
Ursprünglich wurde lediglich ein vereinsinterner Anlass geplant. Wegen diverser Baustellen musste die Abfahrtszeit im Aargau sehr früh angesetzt werden. Zu solch nachtschlafener Zeit hätten es aber die zahlreichen Mitglieder aus der Region Zürcher Oberland und Ostschweiz nicht auf den Zug geschafft. Deshalb wurde für diese ein zweiter Zug über Zürich geplant. Dabei handelte es sich um den vierteiligen RBe 4/4-Pendel, welcher aber auch noch genügend Plätze für Fahrgäste ausserhalb des Vereins bot. Die Plätze wurden zu einem äusserst günstigen Preis öffentlich angeboten. Und die Anmeldungen waren dann auch erfreulich zahlreich.

Am frühen Samstag Morgen machten sich somit zwei "Flügelzüge" auf den Weg Richtung Gotthard; Der WM BDe 4/4 2 ab Koblenz über Brugg und der RBe 4/4-Pendel ab Koblenz über Baden und Zürich.
Nach Arth-Goldau folgte der Zug aus dem Aargau dem "Zürcher Ast" im Blockabstand.
Eine glückliche Fügung bei der Betriebsleitung ermöglichte den beiden Zügen eine Parallelfahrt zwischen Amsteg und dem Gotthardtunnel. Dass zwei historische Extrazüge eines Vereins auf praktisch der gesamten Gotthard-Nordrampe parallel verkehren können, war ein absolutes Highlight und sorgte bei den Fahrgästen für helle Begeisterung.

In Lavorgo wurde der BDe 4/4 2 vor den RBe-Pendel gespannt und ab dann erfolgte die Fahrt zusammen. Bei der Betriebsleitzentrale Süd in Pollegio wurde dann zum Dank für die Parallelfahrt kräftig gepfiffen.

Die Fahrgäste hatten im Tessin drei Ausstiegs-Möglichkeiten: Bellinzona, Lugano und Melide. Ab dort konnten diverse Ausflüge unternommen werden. Das äusserst bescheidene Wetter lud jedoch eher zu einem ausgiebigen Mittagessen denn zu einer Bootsfahrt oder einen Bergausflug.

Auf der Rückfahrt wurden zwischen den beiden Triebwagen die Faltenbälge verbunden, womit alle Fahrgäste sich neben der Minibar des RBe-Pendels auch an der "Pfyl-Bar" im BDe 2 einen Kafi oder ein Bier gönnen konnten.
In Wohlen wurden die beiden Züge in Rekordzeit getrennt. Der WM-Triebwagen strebte wieder gegen Brugg und Koblenz, während der RBe-Pendel die Fahrgäste nach Zürich brachte.   
 

Fotos: G. Trüb, A. Niederberger, D. Gilardi, K. Jetzer, Th. Hollenstein

   

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